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10.12.2017

Adentsfeier in der Lukaskirche Hannover um 14:30

weitere Informationen

Adventsfeiern in den hinterpommerschen Gemeinden:

 Stolp: 03.12.2017 (1. Advent)

 Köslin: 06.12.2017

 Stettin:

15.10.2017:

Eröffnung der Reformationsausstellung in Stettin (Schloss)

 

Konvent der ehemaligen evangelischen Ostkirchen e.V. -

Frühjahrstagung 2016 im Evangelischen Zentralarchiv in Berlin

 

Vom 4. bis 5. April vertrat der Verfasser den Pommernkonvent auf der diesjährigen Frühjahrstagung des Konventes der ehemaligen evangelischen Ostkirchen e.V., welche diesmal in Berlin, im Evangelischen Zentralarchiv (EZA), stattfand.

 

2015 hatte sich der Ostkirchen-Konvent 2015 besonders auf den 50. Jahrestag der Ostdenkschrift der EKD konzentriert. Die Festveranstaltung am 17. September 2015 im Französischen Dom zu Berlin hatte kirchlich und politisch deutlich gemacht, welche Bedeutung diesem Schritt für die Annäherung unseres Landes an unsere östlichen Nachbarn zukam.

Ein Bericht des Verfassers über diese Veranstaltung erschien in der ‚Pommerschen Zeitung‘, in der Beilage „Heimatkirche“ (I/2016), und findet sich auch auf der Homepage des Pommernkonventes in ungekürzter Fassung.

 

Verlauf der Veranstaltung

 

In diesem Jahr traf sich der Konvent nicht im Kirchenamt der EKD sondern im EZA in Berlin unter dem Thema ‚Erbe bewahren und gestalten‘.

Zu Beginn erläuterte Dr. Henning Pahl, Leiter des EZA, Aufgaben, Struktur und Arbeit des Archivs und führte anschließend durch die lichtgeschützten Räume mit den eingelagerten Beständen.

Sven Ole, Leiter Kommunuikation/Stiftungsmanagement Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Berlin, trug vor über ‚Genese und Auftrag der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung‘.

Anschließend berichtete Kirchenpräsident i.R. Helge Klassohn über den ‚Beitrag der Kirchen zur bisherigen Arbeit des Stiftungsrates der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung‘.

Planungen zum Reformationsjubiläum 2017 und Verabredungen für die weitere Arbeit bildeten den Abschluss der Tagung.

 

Schwerpunkt: Kurzinformation über das EZA

 

Die Tagungsteilnehmer waren sich bewusst, wie wichtig die, allgemein offenbar wenig verbreitete, nähere Kenntnis der speziellen Aufgabe und Arbeit des EZA, einer Einrichtung der EKD, ist.

 

Das Archiv verwahrt ostdeutsche Kirchenbücher sowie verschiedene Kirchenakten.

Die Bestände umfassen u.a. die der Hilfskomitees der zerstreuten evangelischen Ostkirchen, 1946-1985 (Best. 46, 47, 48, 61, 79).

 

Das EZA pflegt die kirchengeschichtliche Tradition der Kirchenprovinzen, die heute auf polnischem oder russischem Territorium liegen. Es ist zuständig für alles kirchliche Archivgut einschließlich liturgischer Geräte aus dem Besitz evangelischer Kirchengemeinden der ehemaligen östlichen Kirchenprovinzen, das in die Bundesrepublik Deutschland gelangt ist. Hierzu gehören Pfarrakten, auch Amtsbücher und Gemeindechroniken, Gemeindesiegel und sakrales Gerät (z.B. Altarkreuz, Kelch, Leuchter usw.) aus ostdeutschen Kirchengemeinden.

Ein Teil der Bestände ist online recherchierbar über http//:kab.scopearchiv.ch (Internet-

Portal QUERY).

 

Der Archivbestand zu POMMERN

 

Heute umfasst der Bestand 896 Akten (bzw. 20 Regalmeter) und erstreckt sich von 1945 bis 2004.

Es gibt drei Bände zu Akten, die in Stettin, Danzig und Breslau lagern.

 

Der Bestand an pommerschen Kirchenbüchern ist wenig umfangreich – im Gegensatz zum Bestand an Stettiner Kirchenbüchern.

Von vielen pommerschen Orten gibt es einzelne Akten, die insbesondere die Neubesetzung von Pfarrstellen betreffen.

 

Die Übernahme der Unterlagen, welche den Pommernkonvent betreffen, erfolgte in mehreren Teilen.

Der erste Teil der Akten wurde 1987 übergeben. (Ansprechpartnerin war Dr. Rita Scheller, Hannover). 1992 folgte eine zweite Abgabe durch E.W. Appelius. 1994 führte Dr. Rita Scheller eine erneute Abgabe durch. Weitere Abgaben erfolgten 1996 und 1998 durch Magdalena Gensch sowie weitere in den Jahren 2001, 2004 und 2005 durch Dr. Rita Scheller.

 

Das Findbuch (EZA 46) zum Bestand enthält die Erschließungsangaben zu den Akten und dient dem Benutzer zur Orientierung. Mit Hilfe der Aktensignatur erfolgt die Bestellung und Vorlage im Benutzersaal.

Zusendung des Findbuchs als E-Mail-Dokument möglich: <helmut.f.koehler@web.de>).

 

Aus dem Inhalt:

Allgemeine Korrespondenz – Seelsorge und Hilfe für Vertriebene – Pommersche Pastoren – Lebenserinnerungen und Berichte über Flucht und Vertreibung – Suchdienst und Heimatortskartei – Pommersche Kunst, Kultur und Geschichte - Verschiedenes

 

EZA Internet: www.ezab.de Postadresse: Bethaniendamm 29, 10997 Berlin

 

Das kirchliche Archivwesen dient der Dokumentation kirchlichen Wirkens in der Vergangenheit und hat damit Teil an der Erfüllung des kirchlichen Auftrags.

Die deutschen evangelischen Kirchengemeinden in den früheren östlichen Kirchenprovinzen der evangelischen Kirche der altpreußischen Union, die heute zu Polen, Litauen und Russland gehören, existieren nicht mehr. Rechtsnachfolgerin ist die Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK).

 

Quellen: Informationsmaterial der EZA und Auskünfte durch den Leiter der EZA (Dr. H. Pahl)

 

Helmut Köhler (Münster)

 

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